Digitales Berlin – transparent & frühzeitig

Ein digitales Bürger*innentool zu räumlichen Vorhaben und Beteiligungen in BerlinLink zur Session

Die Schaffung von ganzheitlicher Transparenz über stadträumliche Entwicklungsvorhaben durch das digitale Infotool sehen AG. Urban als essentielle Grundlage der Partizipation und Selbstermächtigung von Bürger*innen. Durch die Bündelung von offenen Daten vom FIS-Broker und der Beteiligungsplattform mein.berlin wird die Verantwortung der Bürger*innen, sich proaktiv zu informieren, umgedreht und auf das Tool übertragen.

Die Vor-Ort-Expertisen der Bewohnerschaft Berlins sind unabdingbar für synergetisch sinnvolle und gemeinwohlorientierte Entwicklungen der Stadt. Stadt wird im eigentlichen Sinne am besten von denjenigen produziert, die die Stadt auch nutzen. Das Tool stellt Informationen über Projekte und Vorhaben der stadträumlichen Entwicklung, Veränderungen von Gebietskulissen sowie geplante Beteiligungsformate im Radius des jeweiligen „Point of Interest“ bereit.

Das Tool trägt nicht nur dazu bei, gesamtstädtische Veränderungen sowie kleinteilige Projekte und Entwicklungen sichtbar zu machen und darüber zu informieren. Es trägt auch dazu bei, konservativere Formen von „Top-Down“- Stadtproduktion auf gesamtstädtischer Ebene zu hinterfragen und neue Wege einer komplementären und kooperativen Stadt aufzuzeigen. Nur wer über städtische Entwicklungen informiert wird, kann sich auch dazu entscheiden, sich zu beteiligen.

Die Verantwortung, sich als Bürger*in über städtische Entwicklungsprozesse und Mitwirkungsmöglichkeiten zu informieren bzw. informieren zu müssen, wird durch die Proaktivität des Tools verschoben: durch die einfache Registrierung und die Setzung von eigenen POI‘s und der gleichzeitigen Bündelung von Informationen werden die Bürger*innen per Mail informiert, sobald sich in diesen Gebieten etwas ändert entwickelt werden sollen.

Die Digitalisierung von demokratischen Prozessen ist für die weitere Entwicklung des Demokratieverständnisses unabdingbar. Ein ganzheitlicher, einheitlicher und transparenter Wissenstand über städtische Entwicklungsvorhaben ist nahezu unumgänglich, wenn es darum geht, die Bürger*innen zu empowern und im demokratischen Konstrukt der Zukunft einzubetten.

Referent*Innen:

Aline Fraikin (Stadt- und Regionalplanung AG.URBAN)

Johannes Hipp (Urban Designer AG.URBAN)

Florian Tienes (Soziokulturelle Studien & Urbane Prozesse AG.URBAN)

Session-Partner: AG.URBAN
Mi 14:00 - 14:45
100 max
TOOL INSIDE