Digitalität und Extremismus

Den digitalen Rekrutierungsmöglichkeiten entgegentretenLink zur Session

Die Digitalisierung bietet große Chancen, birgt aber auch Risiken. Radikalisierung und Extremismus im digitalen Raum stellen eine große Herausforderung für demokratische Gesellschaften dar. Auf den ersten Blick scheint dies ein ungleicher Kampf zu sein: Auf der einen Seite stehen die grenzenlosen Möglichkeiten des Internets, die durch Weiterentwicklungen, wie Web 3.0 und Metaverse, noch entgrenzter werden und es extremistischen Akteuren leicht machen, ihre Ideologien zu verbreiten und unterschiedliche Zielgruppen zu erreichen.  Auf der anderen Seite steht das Narrativ der Demokratie, das auf den ersten Blick wenig sexy erscheint und – im Gegensatz zu radikalen Ideologien - schwierig zu kommunizieren ist, weil ein großer Teil von Demokratie auch Differenzierung bedeutet.

Der Beitrag argumentiert, dass wir so wehrlos gar nicht sind, denn Prozesse der Radikalisierung im Internet sind denen im analogen Leben gar nicht so unähnlich: Sie gehen auf menschliche Grundbedürfnisse zurück. Es geht dabei um die Frage, welche Strategien im Umgang mit zukünftigen Herausforderungen zielführend sein können. Der Themenkreis argumentiert, dass diese Strategien bei den Menschen, also vor Ort, ansetzen müssen.

Referent:

Prof. Dr. Jens Ostwaldt (Professor für Soziale Arbeit an der IU – Internationale Hochschule)

Session-Partner: Allianz Vielfältige Demokratie - Themenkreis Transparenz
Mi 15:00 - 15:45
100 max
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