Ein Lernprozess für alle Seiten

Die Fachkonferenz Teilgebiete als digitaler Startpunkt im Beteiligungsverfahren für ein Endlager für hochradioaktive AbfälleLink zur Session

Deutschland sucht ein Endlager für hochradioaktive Abfälle. In einem partizipativen, wissenschaftsbasierten, transparenten, selbsthinterfragenden und lernenden Verfahren soll der bestmöglichste Standort gefunden werden. Vor der Beteiligung steht die Information. Im Workshop wird die Relevanz digitaler Kommunikation von wissensbasierten und komplexen Fragestellungen für die Partizipation diskutiert.

Wie muss Öffentlichkeitsbeteiligung in wissenschaftlichen Prozessen gedacht werden? Im Verfahren der Endlagersuche spielen geophysikalische Erkenntnisse und Daten eine wesentliche Rolle, deren Verständnis fachspezifisches Wissen voraussetzt. Dabei stellt sich die Frage, inwiefern das Verstehen dieser fachspezifischen Inhalte notwendig für die Beteiligung am Suchverfahren ist. In einem World-Café-Format wird die Endlagersuche als Beispiel für eine gesellschaftliche Herausforderung, in der Teilhabe in besonderem Maße von fachlicher Kompetenz abhängt, reflektiert.

Das BASE ist Träger der Öffentlichkeitsbeteiligung und ist beauftragt, im Internet alle wesentlichen Dokumente zum Verfahren bereitzustellen und gleichzeitig systematisch über das Verfahren zu informieren. Wir möchten in Kleingruppen die Rolle von Wissenschaft und Partizipation im Suchprozess diskutieren und die damit einhergehenden Konsequenzen für einen demokratischen Beteiligungsprozess. Was braucht es an analogen, digitalen, hybriden oder postdigitalen Ansätzen zur Wissensvermittlung, damit Beteiligung in diesem gesamtgesellschaftlichen Unterfangen gelingen kann? Mit der Informationsplattform schafft das BASE eine Plattform zur Information und Wissensvermittlung. In diesem Best Practice wird diskutiert, wie sich dieser Ansatz weiterdenken lässt. Gleiches gilt für die hybriden Veranstaltungsformate wie die Fachkonferenz Teilgebiete und das Forum Endlagersuche, die im Rahmen des Verfahrens Instrumente der Wissenschaftskommunikation sind.

Eine Bedingung für die Akzeptanz der Standortregion ist das Vertrauen in das Verfahren. Eine Möglichkeit dieses Vertrauen herzustellen, ist die Nachvollziehbarkeit der wissenschaftlichen Entscheidungen und Erkenntnisse transparent und verständlich zu gestalten. Dies kann nur mit guter Einbindung und Vermittlung der Wissenschaftlichen Grundlagen und Vorgehensweisen gelingen und macht so die Endlagersuche zu einem relevanten und hochspannenden Handlungsfeld für die Wissenschaftskommunikation.

Referentin:

Katherin Wagenknecht (Bundesamt für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung, BASE)

Evelyn Bodenmeier (Bundesamt für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung, BASE)

Andreas Fox (Planungsteam, Forum Endlagersuche)

Farras Fathi (Planungsteam, Forum Endlagersuche)

Session-Partner: Bundesamt für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung (BASE)
Mi 11:00 - 11:45
100 max
BEST PRACTICE