Wie finden wir in digitalen Verfahren die besten Alternativen?

Argumentieren. Punkten. Bewertungswahl. Nutzwertvergleich. Los.

Erstaunlich oft wird das aus der Kleingruppen-Moderation stammende Punkten genutzt. So erhalten die Beteiligten in vielen Online-Dialogen beispielsweise 5 Punkte, die sie auf bis zu 50 Vorschläge verteilen dürfen. Die Alternativen mit den meisten Punkten werden dann umgesetzt. Aus informationstheoretischer Sicht ist dieses Vorgehen sehr unbefriedigend, da wir weder wissen, wie stark die Zustimmung ist noch welche Meinung die Beteiligten zu den Alternativen haben. Die Bewertungswahl bietet hier mehr. Bei ihr kann jede Person jeden Vorschlag zum Beispiel mit der Note 1 bis 6 bewerten. Das liefert wesentlich mehr Informationen über die Präferenzen der Beteiligten und so ein realistischeres Ergebnis. Nutzwertvergleiche ermöglichen überdies die Berücksichtigung differenzierter Werte und den objektivierenden Einsatz messbarer Indikatoren. Fehlen relevante Unterschiede, dann sollte auch das Los in Erwägung gezogen werden.

Referent:

  • Volker Vorwerk, buergerwissen

Di. 13:30 - 14:30
VORTRAG & DISKUSSION

Gemeinwohlorientierte KI – geht das?

Wie Künstliche Intelligenz sozial gerecht gestaltet werden kann und welche Herausforderungen dabei bestehen.

Künstliche Intelligenz prägt unser tägliches Leben und beeinflusst Entscheidungen in vielen gesellschaftlichen Bereichen. Doch wie lässt sich sicherstellen, dass KI-Systeme nicht nur wirtschaftlichen Interessen dienen, sondern auch dem Gemeinwohl verpflichtet sind? Können Algorithmen so gestaltet werden, dass sie soziale Gerechtigkeit fördern und die Bedürfnisse aller Menschen berücksichtigen? In diesem Gespräch mit zwei KI-Expertinnen werfen wir einen Blick auf die Risiken und Chancen gemeinwohlorientierter KI und beleuchten, was Gemeinwohl im Kontext von KI bedeutet und wie demokratische Prinzipien in die Entwicklung von KI-Systemen integriert werden können.
 

Moderation:

Dr. Isabella Hermann (Stiftung Zukunft Berlin)

Gäste:

Dr. Marie Blachetta (Initiative D21 e. V.)

Judith Faßbender (Humboldt Institut für Internet und Gesellschaft)