KI zwischen Ermächtigung und neuer Abhängigkeit
Wie Künstliche Intelligenz Partizipation verändern kann
KI verspricht, Bürgerbeteiligung zugänglicher, effizienter und inklusiver zu machen. Automatische Übersetzungen können Sprachbarrieren senken, Formulierungshilfen die Meinungsbildung unterstützen und KI-gestützte Auswertungen große Beteiligungsverfahren handhabbarer machen. Gleichzeitig entstehen neue Herausforderungen: von algorithmischen Verzerrungen über intransparente Entscheidungslogiken bis hin zur Frage, ob am Ende Menschen oder Maschinen beteiligt werden.
Der Workshop nimmt diese Spannung ernst, statt sie aufzulösen. Nach einem kurzen Impuls zu Chancen und Fallstricken von KI im Beteiligungskontext arbeiten die Teilnehmenden in Kleingruppen an konkreten Fragestellungen. Wo stärkt KI die Handlungsfähigkeit von Bürger*innen? Wo entstehen neue Abhängigkeiten? Wessen Interessen und Annahmen sind in den eingesetzten Technologien eingeschrieben? Und trägt KI dazu bei, bisher ausgeschlossene Gruppen besser zu erreichen, oder vergrößert sie bestehende digitale Ungleichheiten?
Als Praxisanker dienen Erfahrungen aus der kommunalen Beteiligungsarbeit, unter anderem mit KI-gestützten Funktionen zur Übersetzung, Zusammenfassung und Analyse von Bürgerbeiträgen. Gemeinsam diskutieren wir, wie KI verantwortungsvoll gestaltet und eingesetzt werden kann, um Beteiligung zu stärken, ohne demokratische Grundprinzipien aus dem Blick zu verlieren. Der Workshop richtet sich an Praktiker*innen aus Kommunen, Zivilgesellschaft und Wissenschaft, die KI nicht als Heilsversprechen, sondern als Gestaltungsaufgabe verstehen.
Referenten: