Schnelle KI, fragile Beteiligungskulturen
Herausforderung für Vertrauen und Teilhabe
Künstliche Intelligenz verändert nicht nur Arbeitsprozesse in der Verwaltung – sie verändert auch die Erwartungen der Bürgerinnen und Bürger. Informationen sollen schneller verfügbar sein, Anliegen zügiger bearbeitet und Kommunikation dialogorientierter gestaltet werden. Gleichzeitig stellt sich die Frage, wie Vertrauen in Verwaltung und Beteiligungsprozesse erhalten und gestärkt werden kann, wenn KI zunehmend Teil kommunalen Handelns wird.
Diese Entwicklungen treffen in Leipzig auf besondere Rahmenbedingungen. Als ostdeutsche Großstadt ist die Stadt von Erfahrungen geprägt, in denen Vertrauen gegenüber staatlichen Institutionen aktiv erarbeitet werden muss. Gleichzeitig stehen Verwaltung und Zivilgesellschaft vor Herausforderungen wie begrenzten Ressourcen, wachsender Komplexität und steigenden Erwartungen an Beteiligung und Service. KI kann dabei helfen, Prozesse effizienter zu gestalten, erhöht aber zugleich den Druck auf eine Verwaltung, deren Handlungsspielräume nicht beliebig erweiterbar sind.
Die Session beleuchtet die Chancen, Risiken und Zielkonflikte des KI-Einsatzes in Bürgerbeteiligung und Engagementförderung. Gemeinsam diskutieren wir, wie KI Beteiligung stärken, Engagement unterstützen und Verwaltungshandeln transparenter machen kann, ohne neue Irritationen oder Vertrauensverluste zu erzeugen. Im Mittelpunkt stehen Fragen nach Transparenz, Akzeptanz und den Voraussetzungen, unter denen KI einen Beitrag zu einer lebendigen Beteiligungskultur leisten kann.
Referent*innen: